Warum du dir lieber Ziele setzen solltest statt guter Vorsätze

Gehörst du auch zu den Menschen, die zum neuen Jahr viele gute Vorsätze haben? Und sie dann nur wenige Tage oder Wochen nach Jahresstart wieder verwerfen? Entweder weil die Vorhaben zu unrealistisch oder nicht in den Alltag integrierbar waren oder es dir ganz einfach an Disziplin gefehlt hat?

Ziele abnehmen

Ich habe schon lange damit aufgehört mir zum neuen Jahr etwas vorzunehmen. Weil es einfach keinen Sinn macht und nur deprimierend ist, wenn man nach einiger Zeit doch wieder alles über den Haufen wirft. Stattdessen arbeite ich das ganze Jahr über an der Erreichung meiner Ziele. Kleine Ziele, große Ziele, realistische Ziele, konkret, erreichbar und immer wieder motivierend, wenn ein kleines Zwischenziel geschafft ist. Und meistens läuft das wie von selbst.

Ich habe früher in verschiedenen Agenturen im Marketingbereich gearbeitet. Ich wollte immer groß rauskommen, einmal in einem Artikel in der Presse erwähnt, zu Events eingeladen werden, auf der Bühne stehen. So wie die „Großen“, die meine Vorgesetzten waren. Ich glaube ich habe keinen schlechten Job gemacht, bin voran gekommen, hatte eine Führungsposition und durfte auch ab und zu vor einem größeren Gremium präsentieren. Aber zu mehr hat es leider nicht gereicht.

Letztens war dann so ein Tag. Ein ganz besonderer. Ich hatte von meinem Kunden eine Einladung zum Basketball, ein Spiel des FC Bayern im Audi Dome. Was ich vorher nicht wusste: wir hatten einen Platz in der VIP Lounge. Wir saßen in der ersten Reihe. Eine Reihe vor Uli Hoeneß. Unmittelbar am Spielfeld, mit direktem Blick auf die Spieler und den Korb. Das war wirklich unglaublich. In dem Moment, in dem ich das Spiel verfolgte sind mir tausend Gedanken durch den Kopf geschossen. Genau das habe ich mir früher immer gewünscht. Davon habe ich geträumt, in gewisser Weise war es eines meiner Ziele. Und heute ist es soweit. Aber nicht als Marketingexperte. Sondern mit meinem ganz eigenen Business. Ich ganz alleine habe es geschafft und mir wurde ein Wunsch von damals erfüllt. Und das ganz nebenbei, weil ich meiner Leidenschaft folge und das, was ich mache anscheinend ganz gut mache ;-). Ganz nebenbei bekomme ich außerdem Interviewanfragen von renommierten Zeitschriften und TV Sendern genauso wie Anfragen von internationalen Unternehmen, die mich für Workshops oder Messeauftritte buchen. Früher unvorstellbar, dass dies einmal Wirklichkeit werden könnte, heute Realität. (Zugegebenermaßen habe ich inzwischen ganz andere Ziele und Träume, aber in diesem Moment ist mir wieder eingefallen, dass mir das durchaus mal sehr wichtig war.)

Ein anderer Gedanke, der mir dabei durch den Kopf ging: jeder Spieler auf dem Feld hat auch seinen eigenen, ganz persönlichen Traum, sein ganz eigenes Ziel. Vermutlich war es schon in der Kindheit ein Traum der Profis, einmal in einer der großen Mannschaften auf dem Spielfeld zu stehen und Siege zu feiern. Dafür musste jeder Spieler hart arbeiten. Tag für Tag. Woche für Woche. Jahr für Jahr. Immer wieder aufstehen, trainieren, in den eigenen Fortschritt investieren. Nicht nur bei Sonne. Auch bei Regen. Nicht nur, wenn er motiviert war, auch wenn er einen total miesen Tag hatte. Entscheidend ist, dass das Ziel niemals aus den Augen gerät. Jeder Einzelne von denen, die vor mir auf dem Feld standen, hat dafür alles gegeben, Zwischenziele erreicht, Niederlagen hingenommen. Ist immer dran geblieben und hat sich immer wieder neue Ziele gesetzt. Genau wie beim Fußball. Von der Regionalliga in die 3., dann in die 2. und schließlich in die 1. Bundesliga. Von dort in die Nationalmannschaft – nur einmal Weltmeister werden.

Warum sollte das nur bei Profisportlern funktionieren? Genau so kannst du dir auch Ziele stecken. Berufliche und private Ziele. Aber natürlich auch Ziele, die dein Wohlbefinden, deine Figur und deine Gesundheit betreffen. Kleine Ziele für jede Woche. Etwas größere für jeden Monat. Und ein Ziel, an dem du in deinem Leben unbedingt ankommen möchtest. Und ich verspreche dir, du wirst es erreichen wenn du auch an dich glaubst. Träume wieder mehr, anstatt permanent in der Wirklichkeit festzuhängen. Hör auf zu jammern über den aktuellen Zustand mit dem du unzufrieden bist. Ändere was, und zwar jetzt. Denn du hast es in der Hand. Du entscheidest, was du isst, wann und wie viel du isst. Du entscheidest, wie viel du dich bewegst und wann du dein Ziel erreichst. Ich habe schon längst wieder neue Ziele vor Augen und freue mich jetzt schon auf den Moment, wenn das ein oder andere Ziel erreicht ist.

Also – was ist dein Ziel für 2018?