Wie du deinen natürlichen Bewegungsdrang wieder zum Leben erweckst

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Hast du Kinder? Wenn ja, weisst du, dass es Kindern sehr schwer fällt still zu sitzen. Falls nein, erinnerst du dich bestimmt an deine eigene Kindheit. Wir waren damals eigentlich fast den ganzen Tag draußen an der frischen Luft – egal bei welchem Wetter. Bei Sonnenschein sowieso, bei Regen wurden Regenwürmer ausgebuddelt und bei Schnee große Iglus gebaut. Stillstand gab es kaum. Faule Stunden auf der Couch auch nicht.
Bestimmt sieht das heute bei dir anders aus.

Wenn du mal an deine Kindheit zurückdenkst: Die Schule ist die erste Begegnung für Kinder, bei der es ums Stillsitzen geht. Statt den ganzen Tag im Kindergarten zu toben, heisst es plötzlich stundenlang den Hintern platt drücken. Gut, es gab und gibt Pausen, aber dennoch werden die Kids schon in frühem Alter dazu erzogen, sich eben nicht mehr so viel zu bewegen. Das wird dann mit den Jahren immer schlimmer. Je fortgeschrittener das Alter, umso weniger Aktivität spielt sich im Alltag ab. Bis du irgendwann in deinem heutigen Büroalltag angekommen bist. Du verbringst oft mehr als 8 Stunden am Tag am Schreibtisch. Was machst du da? Sitzen.

Sitzen ist das neue Rauchen

Nicht umsonst heisst es heute oft in den Schlagzeilen: Sitzen ist das neue Rauchen. Tatsächlich sind die Krankheiten, die man heutzutage auf das zu viele Sitzen zurückführen kann, nicht unerheblicher als die Krankheiten, die ein Raucher nach einiger Zeit bekommen kann.

Durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte kommt hinzu, dass uns pro Jahr tatsächlich 150 Bewegungsstunden fehlen. Dank Handy, Fernbedienung, Aufzügen, Rolltreppen und Co. Wir müssen uns einfach nicht mehr so viel bewegen wie wir es früher mussten. Der wöchentliche Besuch im Fitnessstudio ist dabei oft nur Alibi und gleicht nur einen Bruchteil dessen aus, was wir im Alltag versäumen.

Verabschiede dich vom inneren Schweinehund

Heute kommst du nach einem langen Tag am Schreibtisch vermutlich nach Hause und sehnst dich nach deiner Couch. Klar, Bewegung wäre nach so viel Trägheit wirklich zu viel. Viele sprechen dann vom inneren Schweinehund, der sie vom gemütlichen Abend überzeugt. Weisst du was? Diesen kannst du getrost vergessen, wenn du deinen Alltag aktiv gestaltest.

Wenn du Inaktivität vermeidest.
Wenn du dich zwischendurch bewegst, und wenn es nur kurze Bewegungseinheiten sind.
Wenn du zu langes Sitzen vermeidest.

Es hat so viel Mehrwert. Du wirst irgendwann spüren, wann du Bewegung brauchst. Du wirst raus wollen. Du wirst Sehnsucht haben danach, dich endlich mal wieder auszupowern. Genau an den Tagen, an denen es in Ausnahmefällen mal nicht klappt mit der Alltagsbewegung. Und dein innerer Schweinehund? Den gibt es dann nicht mehr. Wenn doch, ist er sehr, sehr ruhig und zurückhaltend geworden.

 

Alltagsaktivität statt Stress

Statt dich permanent unter Druck zu setzen, wieder mehr Sport machen zu müssen, kannst du mit kleinen Dingen anfangen, deinen Alltag bewegter zu gestalten. So banal es klingt: Gehe einfach kurze Strecken (oder auch mal längere) zu Fuß. Die wichtigste Bewegung, die dir so viel bringt, wird heute völlig unterschätzt. Versuche auf die berühmten 10.000 Schritte zu kommen. und das nicht nur einmal pro Woche. Nein, wenn möglich JEDEN Tag.

Je öfter und je länger du es schaffst, dich in deinem Alltag zu bewegen und wirklich viele Strecken zu Fuß zurücklegst, umso mehr wirst du spüren, dass du diese Bewegung brauchst.

  • Fang doch am besten gleich an. Für kurze Strecken (alles bis 2km) gehst du zu Fuß. Manchmal geht das sogar schneller als U-Bahn fahren.
  • Versuche nicht länger als 90 Minuten am Stück zu sitzen. Stehe zwischendurch auf, telefoniere im Stehen oder auf Zehenspitzen.
  • Gehe zu deinen Kollegen, statt sie anzurufen.
  • Benutze die Treppe statt den Aufzug.
  • Bleibe in Bus und Bahn stehen, statt immer sofort nach einem Sitzplatz zu suchen.

Wenn du 1-2 Wochen eisern dran bleibst, wirst du einen Unterschied merken. Du wirst merken, dass dir die Bewegung abgeht, an Tagen, an denen du sie nicht bekommst.

Ich verlasse mich heute auf meinen inneren Bewegungsdrang. Trotzdem nutze ich die Polar Aktivitätstracker, um mir ab und zu einen Überblick zu verschaffen. Meistens liege ich ganz gut mit meinem Gefühl. Manchmal weiß und fühle ich, dass ich nicht genug getan habe und das bestätigt mir auch meine Uhr. Solange du dieses Gefühl noch nicht hast, kann ich dir diese Geräte nur ans Herz legen. Probier es aus. Und du wirst sehen: dein Alltag wird aktiver!