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Orthorexie – die neue Form einer Essstörung

Hast du schon mal was von Orthorexie gehört? Es wird noch diskutiert, ob es wirklich eine Essstörung ist. Ich würde sagen ja, auch wenn es schwierig ist genau abzugrenzen, ab wann man wirklich von einer vorhandenen Orthorexie sprechen kann. In dieser Podcastfolge gebe ich dir einen Einblick in meine Erfahrungen mit der Krankheit, du erfährst welche Kriterien dafür sprechen, dass Orthorexie vorhanden sein kann, und ich sage dir, wie du dich aber auch deine Kinder davor schützen kannst.

Hier findest du die Podcastfolge auf iTunes und auf Spotify!

Orthorexie ist eine neue Form einer Essstörung. Wenn ich ehrlich bin, glaub ich dass ich früher als ich in der Pubertät war Orthodoxie hatte. Damals gab es den Ausdruck aber noch nicht und auch heute wird noch diskutiert, ob es sich hierbei wirklich um eine Essstörung handelt. 

Was ist Orthorexie?

Orthodoxie ist der krankhafte Versuch sich gesund zu ernähren. Laut Definition spricht man davon, sobald man bestimmte Lebensmittel aus seinem Alltag ausschließt, wie bspw. Zucker, oder sogar ganze Nährstoffgruppen, wie bspw. Kohlenhydrate. Auch Rohköstler gehören in diese Kategorie, wenn sie diese Ernährungsweise aus Angst wählen, krank oder übergewichtig zu werden, falls sie andere Lebensmittel zu sich nehmen. 

Orthorexie ist heutzutage ein sehr wichtiges und ernst zu nehmendes Thema, was uns Erwachsene vor die Herausforderung stellt, uns und unsere Kinder davor zu schützen. 

Ernährung ist heute ein so großes aber auch wichtiges Thema. Jeder versucht das Beste aus seinem Ernährungsalltag zu machen und natürlich sollte es möglichst gesund sein. Gerade wenn man Kinder hat wird das Thema immer wichtiger. 

Der GAP zwischen unseren Bedürnissen und unserem Verstand wird immer größer.

Genau das ist aber häufig das Problem. Je öfter wir unseren Kindern vermitteln, dass sie sich gesund ernähren müssen, genauso wie wir uns selbst predigen, wie wichtig gesunde Ernährung ist, umso größer wird der GAP zwischen den eigenen Bedürfnissen und dem, was unser Verstand uns sagt. Denn klar, eine gesunde Ernährung ist wichtig. Aber noch wichtiger ist es meiner Ansicht nach, den Kopf frei zu haben. 

Frei von strikten und starren Ernährungsregeln. Frei von Verboten und Dogmen. Frei von Einschränkungen und Limitierungen, wie bspw. abends eine Kohlenhydrate oder morgens kein Frühstück. 

Je mehr wir uns von all dem lösen können, umso besser können wir wieder unsere eigenen Körpersignale spüren, achten und entsprechend handeln. 

Orthorexie ist etwas, was sich im Kopf abspielt. Wenn wir jeden Tag über nichts anderes nachdenken, als darüber, was wir essen dürfen, was nicht, wie viel Kalorien etwas hat oder wie viele Kohlenhydrate, ist es genau das, was uns krank oder am Ende über- oder untergewichtig macht. 

Es gibt ein paar Hinweise, die darauf hindeuten, dass Orthorexie ein Thema sein könnte: 

  • Du denkst häufig darüber nach, was du essen darfst und was nicht, verbietest dir bestimmte Dinge und hast klare Regeln, an die du dich halten möchtest? 
  • Du bestrafst dich mit einem schlechten Gewissen, sobald du dich nicht an deine Regeln hältst 
  • Du planst deine essen akribisch für eine Woche im Voraus
  • Die Qualität deiner Mahlzeiten ist dir wichtiger als der Genuss und die Freude am Essen 
  • Du verzichtest auf bestimmte Dinge, weil sie in deinen Augen „schlecht“ für dich sind? 
  • Du fühlst dich gut, wenn du alles unter Kontrolle hast und dich „gesund“ ernährst? 

Wenn du ein paar dieser Punkte erfüllst, lade ich dich herzlich ein, zu einem kostenlosen Coachingcall. Diesen kannst du auf meiner Website buchen oder mir einfach eine Email schreiben an hello@happyness-muenchen.de

Ich war früher auch in diesem Teufelskreis und dachte, es passt doch alles, das gehört dazu zu gesunder Ernährung. Und wenn ich gesund bleiben will, gehören eben gewissen Regeln und einige Verbote dazu. Aber genau so ist es nicht. 

Das Leben darf frei sein von Verboten rund ums Essen. Es gibt nichts, was du nicht essen darfst, weil dich der einmalige Konsum krank machen könnte. 

Das heisst nicht, dass du nicht Wert auf Qualität legen kannst. Ich achte auch darauf, wo meine Lebensmittel herkommen. Ich schaue, dass ich möglichst regional und saisonal einkaufe. Ich lege Wert auf hochwertiges Fleisch und Bio-Eier. Das heisst aber nicht, dass ich mir nicht auch mal einen Döner am Imbiss hole. Kommt zwar selten vor, weil es mir nicht sonderlich schmeckt, aber ausschliessen kann ich es nicht. Früher hingegen, war ein Döner ausgeschlossen. Zu fettig, zu viele Kalorien. Ich wusste genau, welcher Nährwert sich hinter jedem Produkt versteckt und konnte so immer genau ausrechnen, wie viel Sport ich machen musste, um das zu viel gegessene wieder Auszugleichen. 

Das ist dann schon der zweite Schritt der Essstörung, die man heute Sportbulimie nennt. Auch Binge Eating gab es damals noch nicht, was sich auch als Folge von orthorektischem Verhalten äussert. Ich habe es auch selbst erlebt, zwar nicht sehr ausgeprägt, aber an einigen Tagen was es doch da. Wenn ich mich zu lange kontrolliert habe und sehr gesund gegessen habe, hat mein Körper mir irgendwann das Signal gegeben, Süßes zu essen.  Und dann gab es kein Halten mehr. Ich habe so viel Süßigkeiten in mich hinein gestopft, bis ich am liebsten alles auf der Toilette wieder losgeworden wäre.  

Frisches Essen hält uns gesund und fit, schenkt uns Energie und Leistungsfähigkeit

Heute kann ich mit Süßigkeiten, Döner, Fast Food & Co gut umgehen. Ich erlaube mir alles und bin frei von Verboten und Einschränkungen. Ich esse alles, worauf ich Lust habe. Das schöne ist, dass mir mein Körper sehr oft signalisiert, dass er frische Lebensmittel bevorzugt. Ich denke das liegt in unser aller Naturell. Denn das frische Essen hält uns gesund und fit, schenkt uns Energie und macht uns leistungsfähig. Je mehr Schrott ich zu mir nehme umso mehr fehlt es mir auf Dauer an Kraft und Power. Dies herauszufinden und für sich selbst das richtige Maß zu finden, ist meine Aufgabe als Coach für Frauen, aber auch für Eltern, die ihren Kindern ein gutes Vorbild sein möchten. 

Ich bin gerade dabei meinen gratis Kurs „Back to Basic“ wieder online zu stellen. Wenn du Lust hast, schau doch die nächsten Tage mal auf meine Website, da kannst du dich kostenlos anmelden und erhältst 5 Tage lang Input zu einem bewussteren Umgang mit dir, deinem Körper und deiner Umwelt. 

Ich freu mich auf dich.