Kalorienzählen

In der heutigen Podcastfolge möchte ich dir sagen, warum Kalorienzählen meiner Ansicht nach keinen Sinn macht.

Früher habe ich tagtäglich meine Kalorien gezählt und auch heute begegne ich immer wieder Menschen, die sich an diesem Prinzip orientieren. In dieser Podcastfolge erkläre ich dir den Hintergrund, du erfährst meine Meinung zum Thema und bekommst Tipps, wie du dich vom Kalorienzählen befreist. Viel Spaß beim Anhören!

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Kalorien – was ist das überhaupt?

Kalorien sind laut Definition eine “veraltete” Maßeinheit der Energie, die ich benötige um
1 Gramm Wasser unter bestimmten Bedingungen um 1 Grad Celsius zu erwärmen.

Was sind diese Bedingungen? Sowohl die Umgebungstemperatur ist entscheidend, als auch die Art des Wassers, die chemische Reinheit, die Zusammensetzung und vieles mehr.

Ebenso wie in dieser Definition müssen auch beim Menschen bestimmte Bedingungen erfüllt werden, um wirklich eine verlässliche Aussage darüber zu bekommen, wie viel Kalorien wir pro Tag exakt brauchen und verbrauchen.

Wer Kalorien zählt, oder schon mal gezählt hat, kennt vermutlich folgende Formel:

Gewicht * 24 (* 0,9 wenn du eine Frau bist).

Dies ist dein Grundumsatz, den du ohne größere Anstrengung jeden Tag verbrauchst.
Du kannst diesen Wert um 40% erhöhen, um deine tägliche Aktivität pauschal dazu zu rechnen. Für Sport und ein extra an Bewegung kannst du nochmal ca. 400-600 kcal dazu rechnen.
Macht summa summarum ca. 2.000 kcal -2.500 kcal.
Dieser Wert bezieht sich nun auf dein Gewicht. Viel mehr wird von dir nicht berücksichtigt.

Was halte ich vom Kalorien zählen?

Ganz ehrlich? Das funktioniert nicht!
Denn jeder Tag ist unterschiedlich.

An einem Tag bewege ich mich viel. Ich habe viel zu tun, Denkarbeit aber auch körperliche Arbeit, draussen ist es kalt. Ich bewege mich viel, mache Sport.

Ein Sommertag, ich liege den ganzen Tag in der Wiese, entspanne, lese in der Sonne ein Buch, bewege mich kaum. Mir ist heiß – zu faul für jegliche Bewegung.

Zwei Tage, zwei verschiedene Außentemperaturen, zwei verschiedene Körpertemperaturen, unterschiedliche Aktivitätslevel, Gehirnleistung.

Glaubst du, der oben berechnete Wert trifft nun auf beide Tage gleichermaßen zu? NEVER!
Die Tage und die “Bedingungen” sind einfach völligst unterschiedlich. Und das ist nicht nur bei diesen beiden Extrembeispielen so, sondern wirklich JEDEN Tag. Eine Frau hat zusätzlich noch einen monatlichen Zyklus, in dem sich sehr viel verändert. Dazu kommt: Wir schlafen nicht jede Nacht gleich. Das Stresslevel ist nicht immer gleich. Regenerationsphasen unterschiedlich lang. Es gibt einfach zu viele Faktoren, die sich von Tag zu Tag unterscheiden.

WIE KANNST DU DICH VOM KALORIENZÄHLEN BEFREIEN?

Iss regelmäßig. Vertraue deinem Körper, dass er dir immer die richtigen Signale geben wird, was du wann essen solltest. Das ist meiner Ansicht nach die einzig wahre Methode, um sich von Diäten und Ernährungsregeln zu befreien.  Versuche dich mal zu beobachten. Wie ist es heute, an einem kalten Wintertag? Vergleiche diesen Tag mit einem Tag im Sommer und überlege dir, wie sich deine Essgewohnheiten unterscheiden. Isst du anders? Andere Mengen? Andere Lebensmittel? Vielleicht, weil du es steuerst. Vielleicht aber auch, weil dein Körper dir andere Gelüste signalisiert.

Dein Körper wird dir immer und jeden Tag sagen, wie viele Kalorien du brauchst. Und ich bin mir sicher, diese Zahl ist jeden Tag eine andere. Insofern kannst du dir das Mitzählen sparen.
Erlaube dir dabei alles und vergiss Verbote. Das kann anfangs etwas schwierig sein und eventuell braucht dein Körper etwas Aufholarbeit, je nachdem was du ihm die letzten Jahre zugemutet hast. Vielleicht hast du erstmal unbändige Lust auf Schokolade oder Süßigkeiten. Vertraue deinem Körper, dass er das genau jetzt braucht. Es wird sich legen und die Lust auf frisches Essen wird wieder kommen.

Vertraue deinem Körper. Dein Körper wird dir sagen, was du brauchst.
Dein Körper weiß Bescheid!