Kalorienrechner – was taugen die Apps?

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Heute geht’s um Apps, mit deren Hilfe du deine Kalorien zählen kannst. Bei meiner Recherche bin ich auf verschiedene Tools gestossen. Drei Große Anbieter zählen hauptsächlich Kalorien, geben dir aber auch Auskunft über die Nährstoffzusammensetzung – also wieviel dieser Kalorien aus Proteinen, Kohlenhydraten oder Fetten bestehen. 

Wie funktionieren diese Apps?

Das Grundprinzip ist einfach: du gibst Daten ein, eine möglichst exakte Menge von dem, was du gegessen hast. Als Ergebnis wird dir die Kalorienanzahl und die dazugehörige Nährstoffverteilung angezeigt. Wenn du zusätzlich deine Aktivität eingibst, weisst du auch wie viel Energie du verbraucht hast. 

Viele meiner Kundinnen haben berichtet, dass sie mit den angezeigten Informationen gar nichts anfangen können. Deshalb möchte ich heute darauf eingehen, welchen Mehrwert diese Tools überhaupt bieten, bzw. welchen Schaden sie mit sich bringen können? 

Was spricht gegen diese Tools? 

  1. Die Qualität der Kalorien wird nicht bewertet. Die Nährstoffverteilung wird zwar angegeben, du weisst aber in der Auswertung nicht, aus welcher Quelle die Nährstoffe kommen, also wie qualitativ und hochwertig die Lebensmittel sind, die du aufgenommen hast. Ein Tag voller Schokolade hat vielleicht den gleichen Kalorienwert und eine ähnliche Nährwertverteilung wie ein „gesunder“ Tag. Du weisst also am Ende des Tages nur, wie viel Kalorien, Kohlenhydrate, Fette und Proteine du aufgenommen hast, aber nicht wie hochwertig diese waren.
  2. Die Genauigkeit lässt zu wünschen übrig; sobald ich mich von Essen aus der Verpackung löse, wird es schwierig, genau zu tracken. Ein Kinderriegel lässt sich einfach bewerten. Ein Teller Nudeln im Restaurant wird schwierig, weil jeder Koch individuell kocht. Bei mir hat das früher dazu geführt, dass ich lieber Essen gegessen habe, bei dem ich wusste wie viele Kalorien es hat, als zu natürlichen Lebensmitteln zu greifen. Das ist meiner Ansicht nach ein großes Problem. Denn alles, was aus der Packung kommt, ist häufig voll von Konservierungsstoffen und Zusatzstoffen und kann unser natürliches Hunger- und Sättigungszentrum beeinflussen.  
  3. Die Aufteilung in Nährstoffgruppen sagt mir, wie ich nach bestimmten Regeln essen sollte. Ich weiss aber nicht, ob das auch wirklich zu mir passt. Das Wichtigste, um sich im eigenen Körper wohl zu fühlen und irgendwann das Wohlfühlgewicht zu erreichen ist es, den eigenen Hunger zu beachten und zu essen, bis ich satt bin. Beispiel: ich habe die App von dem Anbieter mit den zwei WW getestet. Die App hat mir nach dem Mittagessen signalisiert, dass ich noch Platz habe. Also habe ich mir ein Eis geholt. Eis eingegeben, immer noch Platz. Also habe ich mir noch ein Eis geholt. Ich hatte weder Lust auf das Eis, noch hätte ich es gebraucht. Einzig der psychologische Einfluss hat dazu geführt, dass ich es gegessen habe.
  4. Vielen Menschen fehlt das Hintergrundwissen – wo sind überhaupt Kohlenhydrate, Fette oder Proteine enthalten? Meiner Meinung nach braucht die Nutzung einer derartigen App unbedingt persönliche Betreuung durch einen Experten. Nur so kann das Essverhalten entsprechend angepasst werden, wenn bestimmte Defizite aufgedeckt werden.
  5. Das Bauchgefühl wird nicht beachtet. Mein Kopfhirn nimmt bei bestimmten Entscheidungen überhand. Mein Bauchgefühl, was mir sagt „ich habe Lust auf xy“ wird nicht gehört. Wenn ich beim Frühstück bspw. ein Omelette eingegeben habe, geht der Alarm an: zu viel Fett! Also wähle ich mein Mittagessen entsprechend fettarm aus. Obwohl mein Körper gerne etwas anderes hätte – vielleicht sogar etwas Fettiges? Manchmal brauche ich vielleicht einfach mehr Fett. Weil es draussen kalt ist, weil mein Speicher Nachschub braucht, warum auch immer. Das kann uns keine App sagen, sondern einfach nur unser eigener Körper.    

Mit welchem Tool arbeite ich?

Als ich mich selbständig gemacht habe, war ich lange auf der Suche nach einem geeigneten Tool, das mir die Arbeit mit meinen Kunden erleichtert. Ich bin leider nicht fündig geworden, also habe ich eine eigene Datenbank programmieren lassen. Die funktioniert so, dass der Kunde sein Essen tracken kann – die Mengen sind mir hierbei nicht so wichtig, da ich mit meinem Kunden immer im Gespräch bin und wir darüber reden können, wie groß die Portionen wirklich waren. 

Der Kunde gibt also ein, was er gegessen hat, zu verschiedenen Lebensmitteln und Gerichten ist jeweils eine Standardportionsgröße hinterlegt. Der Kunde sieht dabei nur seinen Eintrag, nicht die Kalorienanzahl und auch nicht die Nährstoffverteilung. Das sehe nur ich im Hintergrund. Im persönlichen Termin besprechen wir dann die Auswertung. Wobei ich hier nicht einen einzelnen Tag bewerte, sondern immer den Wochendurchschnitt als Grundlage nehme. Denn es gibt gute und schlechte Tage, die sich immer wieder ausgleichen. 

Mit Hilfe des Tools kann ich meinem Kunden dann zeigen, wie sich die täglichen Mahlzeiten zusammen setzen und ich habe auch eine qualitative Bewertung mit integriert, die mir sagt aus welcher Quelle bpsw. die meisten Kohlenhydrate stammen. 

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Der Mehrwert?

Lustigerweise essen die meisten meiner Kundinnen nicht zu viel, sondern zu wenig. Der Stoffwechsel ist im Keller, die Mahlzeiten werden immer kleiner und das Gewicht wird trotzdem mehr. Dies zu ändern erfordert sehr viel Geduld und die fehlt leider häufig. Denn wer abnehmen möchte, wünscht sich meist schnelle Ergebnisse. Das funktioniert leider nicht. 
Du brauchst Geduld. Du brauchst Motivation und ein Ziel, auf das du hinblickt. Und du brauchst natürlich den Glauben an dich und daran, dass du dieses Ziel erreichen kannst. 

Welche Apps machen denn nun Sinn? 

Bei meiner Recherche bin ich auf zwei Apps gestossen, die nicht direkt mit Kalorienzählen zu tun haben, die mir aber sinnvoll erscheinen, weshalb ich sie gerne mit dir teile:  

TrinkWasser

“TrinkWasser” ist eine App, die dich ans Wasser trinken erinnert. Die Richtlinie 30ml / kg Körpergewicht würde ich wirklich als Orientierung sehen und nicht als strikte Vorgabe. Denn auch hier ist jeder Mensch anders. Wichtig ist nur, das Wasser nicht alles auf einmal abends zu trinken,  sondern über den Tag verteilt. Hierfür ist die App gut geeignet, weil sie immer wieder daran erinnert, Wasser zu trinken. 

CodeCheck

CodeCheck – eine etwas andere Kategorie, aber meiner Ansicht nach eine sinnvolle App. Du kannst Lebensmittel tracken und erhältst eine Übersicht über Schadstoffe im Lebensmittel. Das funktioniert tollerweise nicht nur mit Lebensmitteln sondern auch mit Kosmetik. Du siehst, welche Shampoos oder Duschgels, Cremes oder Deodorants Mikroplastik oder ähnliches enthalten. Seit ich gesehen habe, was ich täglich für Produkte verwende und was so indirekt in meinen Körper gelangt, habe ich mich entschlossen dies zu ändern und habe nun einen sehr guten Weg und tolle Produkte gefunden, die nicht nur mir gut tun sondern auch der Umwelt. Wenn du mehr wissen willst, darfst du mich gerne kontaktieren.