3 gute Gründe gegen LowCarb

LowCarb, Protein Brot, abends keine Kohlenhydrate, möglichst kein Brot und keine Nudeln. Meine Kunden kommen mit den wildesten Ernährungsgewohnheiten zu mir, weil „Kohlenhydrate böse sind“, weil „Nudeln dick machen“, einfach weil sie „das mal so gehört haben, dass das gut sein soll“, Ist es aber nicht. Zumindest nicht für jeden. Why not? Lies selbst:

lowcarb

Wir Menschen sind alle unterschiedlich. Groß, klein, blond, brünett, weiblich, männlich, Schuhgröße 48 oder 38, mal etwas runder, mal schlank. Es gibt so viele Merkmale, in denen sich jeder Einzelne von der Mehrheit abhebt und unterscheidet. Warum sollte es da eine einzige Diät geben, die zu allen passt? Komisch, trotzdem glauben so viele daran, wenn in der neuesten Ausgabe einer Frauenzeitschrift eine LowCarb Diät propagiert wird. Abends keine Kohlenhydrate, lieber Eiweißbrot, bloß keine Weizen, Dinner Cancelling und mittags am besten nur Salat. Na bravo. Das Resultat: das Gewicht stagniert irgendwann, man nimmt vom Anblick eines Schweinsbratens zu und kann machen was man will und wird einfach immer dicker. Warum das so ist?

  1. Nicht alle Menschen sind gleich. Manche kommen mit einer LowCarb Diät gut zurecht und nehmen dabei ab. In ihren Genen ist festgelegt, dass Proteine besser verarbeitet werden, als Kohlenhydrate. Dies trifft sogar auf die Mehrheit der Deutschen zu. Gehörst du nicht dazu, kann LowCarb aber definitiv auch in die falsche Richtung losgehen.
  2. Wer Kohlenhydrate abends weglässt, bekommt spätestens bei der nächsten Einladung zum Italiener Probleme. Und ich wage zu behaupten, dass jeder von uns gerne mal mit seinen Freunden zum Italiener um die Ecke geht. Nicht, dass der Italiener nicht auch Fisch oder Fleisch mit Gemüse anbieten würde, aber nach längerem Verzicht auf Kohlenhydrate wird die Lust zu groß sein und es wird fast unmöglich, der Pizza zu widerstehen. Warum ist diese eine Ausnahme dann so problematisch? Ich vergleiche es gerne mit einem „Halbtagsjob“.
    Stell Dir vor du arbeitest jeden Tag von 9 bis 13 Uhr. Eines Tages kommt dein Chef ins Büro und sagt: heute musst du bis 19 Uhr bleiben und die Arbeit von zwei Kollegen übernehmen. Deine Motivation: gleich null, dein Einsatz: mangelhaft. Genauso geht es deinem Körper, wenn er – ausnahmsweise – abends Kohlenhydrate bekommt. Kohlenhydrate werden abends in der Regel langsamer verwertet als in der Früh. Geben wir unserem Körper über längere Zeit nur morgens und mittags Kohlenhydrate und nehmen ihm die Arbeit abends ab, verlernt er genau das – nämlich abends Kohlenhydrate abzubauen. Die Pizza liegt genauso schwer in deinem Magen wie deine Arbeit auf dem Schreibtisch. Dein Körper tut sich schwer, sie abzubauen und speichert lieber. Vor allem auch, weil man ja nie weiß, wann es wieder Pizza gibt. Ja, dein Körper ist schlauer als du denkst 😉
  3. Oft wird LowCarb mit NoCarb verwechselt.
    Wer Kohlenhydrate komplett aus seinem Alltag verbannt (soweit das überhaupt möglich ist), wird vermutlich zu viel Fett aufnehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Aufnahme von 55% Kohlenhydrate, 30% Fett und 15% Eiweiß. Ob das für alle richtig ist, sei wieder dahin gestellt. Grundsätzlich wird aber recht schnell klar, dass man bei Verzicht auf Kohlenhydrate alternativ Fett oder Proteine zu sich nimmt. Viele sehen in „LowCarb“ viel Fleisch und Milchprodukte, Eier und Käse. Von pflanzlichen Proteinen keine Spur. Insofern kommt er sehr schnell zu einer viel zu hohen Fettaufnahme. Und die Waage verändert sich höchstens nach oben.

Und nun – was ist die Lösung? Versuche dich möglichst ausgewogen ernähren und auf das zu hören, was dir dein Körper sagt. Wer mittags einen fetten Braten mit Knödel hatte, braucht abends vielleicht nur einen Salat mit einer Scheibe Vollkornbrot. Hast du dagegen mittags nur eine Kleinigkeit zu dir genommen, darf es abends ruhig ein Teller Pasta sein. Finde heraus, was dir gut tut. Streiche Verbote aus deinem Alltag, damit die Lust auf genau das nicht noch größer wird. Und wenn alles nichts hilft, gibt es Anbieter, die Gen-Analysen durchführen. Bei Cogap bspw. wird der MetaCheck durchgeführt, der anhand deines Speichels analysiert, welcher Stoffwechseltyp du bist. Ich arbeite seit mehreren Jahren mit diesem Konzept und bin immer wieder begeistert, wie gut es funktioniert. Ich kombiniere es sehr gerne mit meinen Coaching-Paketen, da ich so noch zielgerichteter coachen kann und meine Kunden garantiert ans Ziel kommen. Alternativ kann man auch „selbst herausfinden“, welcher Typ man ist. Je besser die Somatische Intelligenz geschult ist, umso besser lernt man, auf die inneren Signale zu hören. Ich habe beides kombiniert. Ich habe den MetaCheck durchgeführt und die Ausbildung zum Trainer für Somatische Intelligenz gemacht. Beides ergänzt sich perfekt. Denn oft fällt es leichter, auf sein inneres Ich zu hören, wenn man schwarz auf weiß bestätigt hat, dass man tatsächlich, bspw. ein Kohlenhydratverwerter ist. Probier es aus. Ich kann nur bestätigen: es funktioniert.